"Kann mir mal jemand das (Trink-)Wasser reichen?"

"Somebody bring me some water" befahl die Rockmusikerin Melissa Etheridge in ihrem Welthit wieder und wieder. Doch ob der vielen Optionen ist es gar nicht mehr so einfach, jemandem ein Glas Wasser einzuschenken: Direkt aus der Leitung, gefiltert, entkalkt, mit oder ohne Sprudel, … Hier lesen Sie wichtige Fakten zu den aktuellen Trinkwassertrends.

Wussten Sie schon, dass ...?

Das Beste aus der Leitung

Gefiltertes Trinkwasser

Wussten Sie schon, dass ...?

… umgerechnet jeder Deutsche indirekt täglich 5288 Liter Wasser verbraucht? Das entspricht etwa 25 Badewannenfüllungen. Der direkte Wasserverbrauch ist in den letzten Jahren allerdings auf 124 Liter pro Tag zurückgegangen. Vor 20 Jahren haben die Menschen in Deutschland täglich noch 23 Liter Wasser mehr verbraucht als heute.

… nur 0,3 Prozent des weltweit vorhandenen Wassers direkt als Trinkwasser verwendbar ist?

… das teuerste Mineralwasser der Welt 124 Euro pro Liter kostet? Das "Rokko No Mizu"-Wasser kommt aus dem japanischen Rokkō-Gebirge, wo besonders viele Hundertjährige leben. Das Edelwasser gilt als eine Art Jungbrunnen.

… lediglich etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung in Haushalten lebt, die an Wasserleitungen angeschlossen sind?

... der Mensch pro Jahr ungefähr das Fünffache seines eigenen Körpergewichts an Wasser trinkt? Bis zu seinem Tod kommt er so auf etwa 25.000 bis 30.000 Liter Wasser.

… Wasser historisch gesehen ein Lebensmittel ohne Haltbarkeitsdatum war? Es kann von alleine weder umkippen, verderben noch verunreinigen. Weil seit 1981 alle Lebensmittel kennzeichnungspflichtig sind und weil festgestellt wurde, dass PET-Verpackungen nicht ganz so undurchlässig sind wie Glasflaschen sind, tragen Wasserflaschen heute doch ein Ablaufdatum.

... die Produktion eines Fast Food-Menüs bestehend aus Hamburger, Pommes und Softdrink etwa 6000 Liter Wasser verbraucht?

Das Beste aus der Leitung

Wie gut ist bayerisches Trinkwasser? Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: sehr gut. Trinkwasser ist hierzulande das wohl meistkontrollierte Lebensmittel und muss strenge Richtwerte einhalten, bevor es in die Wasserleitungen darf. Die mehr als 2.500 Wasserversorger in Bayern sind verpflichtet, die Qualität des von ihnen zur Verfügung gestellten Trinkwassers zu sichern und von Laboren kontrollieren zu lassen. Zusätzlich überprüfen die Gesundheitsämter die Güte des Wassers.

Es gibt in der deutschen Trinkwasserverordnung festgelegte Werte, die das Trinkwasser erfüllen muss. So darf in einem Liter Wasser folgendes enthalten sein: Das darf pro Liter im Wasser sein: 250 mg Sulfat, 50 mg Nitrat, 0,5 Mikrogramm Pflanzenschutzmittel,10 Mikrogramm Uran, 3 Mikrogramm Kadmium, 1000 Legionellen (Stückzahl), 0,1 Mikrogramm andere Stoffe ohne eigenen Grenzwert.

Übrigens: Das Münchner Trinkwasser gilt als eines der besten Europas. Die Stadtwerke München gewinnen es in der weitgehend unberührten Natur des Voralpenlandes, von dort gelangt es quellfrisch zu den Kunden.

In ganz Bayern gibt es natürlich gutes Leitungswasser, lediglich die Wasserhärte variiert. Durchschnittlich liegt sie bei 17,00 °dH. Würzburg hat mit rund 43 °dH das härteste Wasser Bayerns, also das mit dem höchsten Anteil an Kalk. In Nürnberg, Augsburg und Erlangen ist das Wasser dagegen eher weich bei Werten um die 12 °dH. Das gute Münchner Trinkwasser liegt genau im bayerischen Durchschnitt.

Gefiltertes Trinkwasser

Ein brasilianischer Wasserfilter aus Ton mit dem Namen "Filtro de barro" gilt als der weltweit effizienteste seiner Art. Der Filter, der seit Jahrzehnten in derselben Form mit einem Keramikfiltersystem im Innenraum gebaut wird, reinigt das dortige Leitungswasser von Chlor, Kalk- und Metallrückständen, Bakterien und Mikroorganismen und hält das Wasser kühl. Ein für Brasilien sehr effektives und günstiges System.

In Deutschland jedoch kommt sauberes Trinkwasser zum Glück bereits aus der Leitung. Lediglich Kalk und Bleirückstände aus den Leitungen verderben so manchen Leitungswassergenuss. Seit 45 Jahren gibt es zu diesem Problem ein Stichwort: Brita Filter. Die auswechselbaren Filterkartuschen reduzieren geruchs- und geschmacksstörende Stoffe und filtern den Kalk. Außerdem reduzieren sie den Gehalt an Blei oder Kupfer im Leitungswasser, der durch entsprechende Hausinstallationen vorhanden sein kann. Übrig bleibt purer Trinkwassergenuss.

Esoteriker und Wellness-Freunde setzen auf energiegeladenes anstelle von gefiltertem Wasser. Projekte wie Grander-Wasser versprechen eine natürliche Stabilisierung und biologische Aufwertung des nassen Elements. Wissenschaftlich erwiesen ist hier aber nichts.

Wie in Brasilien kann man aber auch auf Ton setzen, um das Trinkwasser schmackhafter zu machen: Tonkaraffen und -krüge von EM Keramik lassen sich zum Beispiel prima dazu nutzen, das Wasser aus der Leitung zu kühlen und gleichzeitig im Geschmack zu neutralisieren. Auch mit diesem Krug steht dem erfrischenden Wassergenuss nichts mehr im Wege.