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3 Fragen an Gartenprofi Dieke van Dieken

© Mein schöner Garten

Dieke van Dieken ist studierter Landschaftsarchitekt und seit 2007 Teil der Redaktion "Mein schöner Garten". Im Interview beantwortet der Gartenprofi Fragen rund um das beliebte Hochbeet, und einen insektenfreundlichen Balkon.

Das Hochbeet - egal ob auf dem Balkon oder im Garten - eignet sich besonders gut als Nutz-und Versorgergarten: welche Kräuter empfehlen Sie hier zum Anbau und Verzehr?

Weil der Platz im Hochbeet begrenzt ist, würde ich darin in erster Linie Gemüse und Kräuter anbauen, die nicht allzu viel Raum in Anspruch nehmen. Salate lassen sich gut im Hochbeet ziehen, ebenso Kirschtomaten und Snack-Paprika, Mangold und Kohlrabi, um nur einige Beispiele zu nennen. Dagegen sind Kürbisse, Rhabarber und Kartoffeln besser in größeren Gemüsebeeten aufgehoben.

Für Kräuter sind Hochbeete geradezu ideal. Ob Schnittlauch, Petersilie, Minze, Majoran oder Bohnenkraut - die Möglichkeiten sind äußerst vielfältig. Noch ein Tipp: Platzieren Sie Ihr Hochbeet am besten in Hausnähe. So lässt sich schnell etwas ernten, was gerade beim Kochen oder Grillen als Zutat benötigt wird.

Gemüse, Salat & Kräuter

Insektenfreundliche Pflanzen erkennt man am Bienensymbol - und anbauen lässt sich die bunte Blütenpracht sogar auf kleinstem Raum!

Wie kann man einen kleinen Balkon im Frühling verschönern und zeitgleich einen Mehrwert für Insekten schaffen?

Wer meint, einen großen Garten haben zu müssen, um Insekten zu unterstützen, der irrt. Selbst auf dem kleinen Balkon kann man etwas tun. Gerade im zeitigen Frühling ist das Nahrungsangebot für Biene, Hummel und Co. begrenzt. Hier helfen Frühblüher wie Blaukissen, Steinkraut und Küchenschelle als Nektar- und Pollenlieferant. Viele Zwiebelblumen, etwa Märzenbecher, Krokusse und Traubenhyazinthen, werden nun ebenfalls als Topfblumen angeboten.

Über einen Strauß blühender Weidenzweige vom Wochenmarkt freuen sich die kleinen Flugkünstler ebenfalls. Im Sommer werden Lavendel, Thymian und Salbei zu echten Insektenmagneten. Solche mediterranen Kräuter lassen sich hervorragend in Töpfe und Kübel oder in alte Obstkisten pflanzen.

Auch beim Kauf von Sommerblumen kann man bevorzugt zu insektenfreundlichen Pflanzen greifen, was oftmals durch ein Etikett mit einem Bienensymbol gekennzeichnet ist. Zweizahn, Schneeflockenblume und Kapkörbchen werden beispielsweise gerne umschwärmt.

Etwas für unser Klima und die Umwelt tun kommt ja zum Glück nie aus der Mode: wie kann hier jeder Einzelne mit Bepflanzungen dazu beitragen?

Fürs Klima ist es grundsätzlich gut, etwas zu pflanzen, statt es auszureißen und die Fläche mit Schotter zu versiegeln! Es muss nicht gleich ein riesiger Baum sein, für den sicherlich nicht jeder den nötigen Platz im Garten hat.

Wir haben z. B. einen Zierapfel in unserem Vorgarten, der in puncto Höhe und Breite moderat bleibt. Im Frühjahr freuen sich die Bienen über die Blüten, im Sommer spendet der Baum Schatten und im Winter locken die Früchte verschiedene Vögel an. Außerdem kommen Zieräpfel erstaunlich gut mit den heißer und trockener werdenden Sommern zurecht, ebenso wie Rosen.

Durch die richtige Pflanzenauswahl lässt sich kostbares Gießwasser sparen, womit wir beim Punkt "nachhaltiges Gärtnern" und dem nächsten Trend wären. Mittels einer Regentonne kann man etwa den Niederschlag auffangen, was nicht nur günstiger, sondern für die meisten Pflanzen auch besser verträglich ist als kaltes Wasser aus der Leitung. Durch den Einsatz von Kompost und Naturdünger sowie den Verzicht auf Chemie und torfhaltige Blumenerden lässt sich im eigenen Garten ebenfalls etwas für die Umwelt tun.

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, denn jede Pflanze ist ein wertvoller Beitrag zu Klima- und Umweltschutz!

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